Computertomographie

Leitende Ärztin: Dr. med. A. Matthäus

Was ist Computertomographie (CT) und wie funktioniert sie?

Die Entwicklung der Computertomographie erreichte im Jahr 1972 ihre erste medizinische Anwendung. Sie beruht auf der Verwendung von Röntgenstrahlen. Eine Röntgenröhre umkreist den Patienten, während gegenüberliegend die durch den Körper hervorgerufene Schwächung der Röntgenstrahlen gemessen wird. Hochleistungsrechner stellen aus den gewonnenen Daten ein Schnittbild zusammen.

Was kann mit der CT untersucht werden?

Die Computertomographie ist ein wesentliches Standbein moderner bildgebender Diagnostik und hat, wie auch die Magnetresonanztomographie, spezielle Anwendungen. Neben einer sehr guten Darstellbarkeit kleinster knöcherner Strukturen und Absprengungen zeigt die CT auch einen hohen Weichteilkontrast. Im Gegensatz zur MRT ist sie hervorragend zur Untersuchung des Brustkorbes geeignet, ebenso von Bauch und Becken. Beispielsweise ist bei Verdacht auf das Vorliegen eines Lungentumors die Computertomographie die Methode der Wahl, da sie aufgrund der hohen Detailgenauigkeit einen Tumor bestätigen oder ausschließen kann. Auch können gleichzeitig bereits vorliegende Tochtergeschwülste (Metastasen) eindeutig mit diesem Verfahren nachgewiesen werden. Eine sehr wichtige Funktion hat die CT bei der Klärung, ob ein Knochenbruch vorliegt, wenn eine konventionelle Röntgenaufnahme nicht eindeutig ist. Bei einem bekannten Bruch sind vor einer möglichen OP auch das genaue Ausmaß der Fraktur und die Position der einzelnen Knochensplitter erkennbar. Blutungen im Kopf sind sehr sensitiv und mit wenig Aufwand nachzuweisen.

Welche Vorteile hat die CT?

Die CT ermöglicht die sehr genauen Darstellungen der inneren Organe und der Knochen zur Erkennung oder zum Ausschluss einer Erkrankung. Während der Untersuchung wird der Patient auf einer Liege durch den kurzen Tunnel des Gerätes geschoben. Der Aufbau der runden Geräteöffnung lässt viel Platz, so dass auch Patienten mit "Platzangst" üblicherweise ohne Schwierigkeiten untersucht werden können. Die Gabe eines Beruhigungsmittels ist in der Regel nicht notwendig. Durch die heutigen, modernen Geräte hat sich die Untersuchungszeit deutlich verkürzt. Aufgrund der hohen Verfügbarkeit und schnellen Geräte sind Untersuchungstermine in der Regel kurzfristig erhältlich. Eine Gefährdung durch metallische Fremdkörper oder elektronische Implantate besteht nicht. Auch Schwerstverletzte sind mit wenig Aufwand in kurzer Zeit umfassend diagnostizierbar.

Welche Nachteile hat die CT?

Die CT ist mit einer nicht unerheblichen Strahlenbelastung verbunden, eine kritische Indikationsprüfung daher unerlässlich. Eine intravenöse Kontrastmittelgabe bei Patienten mit Schilddrüsenüberfunktion oder schweren Nierenerkrankungen ist häufiger nicht oder erst nach entsprechender Vorbereitung möglich.

Wie lange dauert eine CT-Untersuchung?

Ein Untersuchungsblock benötigt nur wenige Sekunden und ist in einer Atem-Anhaltephase durchführbar. Häufiger sind mehrere Untersuchungsblöcke, beispielsweise auch nach Kontrastmittelgabe notwendig. Die gesamte Untersuchung mit Umkleiden und Einweisung dauert im Regelfall nur wenige Minuten. Bei Untersuchungen des Bauches und Beckens müssen Sie jedoch oft zuvor Kontrastmittel trinken. Hierfür müssen in einigen Fällen bis zu zwei Stunden Vorbereitung eingeplant werden.

Ist CT gefährlich?

Die Computertomographie misst die Schwächung von Röntgenstrahlen durch das untersuchte Gewebe. Entsprechen hat sie eine nicht unerhebliche Strahlenbelastung. Die Strahlenbelastung einer CT-Untersuchung des Thorax beträgt ca. 5-7 mSv. Zum Vergleich: In Deutschland liegt die natürliche Strahlenbelastung bei 2 bis 5 mSv pro Jahr. Eine Röntgenuntersuchung der Lunge liegt bei circa 0,06 mSv, ein Kontinentalflug bei circa 0,02 mSv. Obwohl die CT mit einer vergleichsweise hohen Strahlenbelastung einhergeht, ist sie nicht beliebig gegen andere Verfahren austauschbar. Eine kritische Risiko-Nutzen-Abwägung ist daher vorauszusetzen. Beispielsweise wiegt ein früh erkanntes Tumorleiden das Risiko der Strahlenbelastung bei weitem auf. CT-Untersuchungen bei schwangeren Patientinnen werden aus o.g. Gründen nur in Ausnahmefällen durchgeführt. Patientinnen werden gebeten, das Personal über bestehende bzw. mögliche Schwangerschaften zu informieren. Auch bei modernen Kontrastmitteln können, wenn auch selten, allergische Reaktionen auftreten. Schwere allergische Reaktionen sind extrem selten. Zur Vermeidung von Komplikationen werden Sie vor der Untersuchung durch einen Fragebogen und mündlich zu möglichen Vorerkrankungen befragt. Vor allen CT-Untersuchungen müssen Sie eine schriftliche Einverständniserklärung abgeben.

Wie muß ich mich auf die CT-Untersuchung vorbereiten?

Geht es bei der Untersuchung nicht um die Knochen bzw. Wirbelsäule, ist häufig eine Kontrastmittelgabe indiziert. Hierzu sollten Sie 4 Stunden vor der Untersuchung nüchtern bleiben. Das intravenös (i.v.) verabreichte Kontrastmittel ist jodhaltig. Eine Schilddrüsenüberfunktion darf deshalb nicht vorliegen. Das intravenös applizierte Kontrastmittel wird über die Nieren ausgeschieden. Eine Nierenfunktionsstörung muss daher ausgeschlossen sein. Zu jeder Untersuchung werden deshalb der Kreatinin- und TSH-Wert benötigt. Wenn nicht bereits durch ihren überweisenden Arzt veranlasst, fragen Sie bitte dahingehend bei ihm nach. Die Kontrastmittel für die Darstellung des Darmes werden getrunken und sind barium- oder jodhaltig. Nach der Untersuchung erleichtert eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme die Ausscheidung des Kontrastmittels über die Nieren. Bei Unklarheiten fragen Sie bitte ggf. rechtzeitig vor der Untersuchung bei unserem Personal nach. Sind Sie Diabetiker und nehmen Tabletten mit dem Wirkstoff METFORMIN ein? Dann müssen Sie das Medikament 24 Stunden vor der Untersuchung absetzen. Vor jeder Untersuchung müssen die Patienten einen Frage- und Aufklärungsbogen ausfüllen. Diesen können Sie sich auch als Datei herunterladen und bereits ausgefüllt zur Untersuchung mitbringen.